Im November fiel ganz spontan unsere Entscheidung für Spanien – genauer gesagt für Andalusien. Eigentlich stand noch einmal Australien auf dem Plan, doch irgendwie fehlte am Ende das letzte Quäntchen Aufraffen für die weite Reise. Umso größer war die Vorfreude auf den sonnigen Süden Europas. Rückblickend hätten die Voraussetzungen kaum besser sein können.
Da für den Montag Glatteis angekündigt war, entschieden wir uns kurzerhand, bereits am Sonntag mit der Bahn nach Amsterdam zu fahren und dort zu übernachten. So begann unsere Reise einen Tag früher als geplant – entspannt und ohne Stress.
Amsterdam empfing uns kühl, aber lebendig. Wir verbrachten einen schönen Abend in der Stadt und bekamen einen ersten Eindruck vom pulsierenden Nachtleben. Unser Hostel war zwar gut gelegen, allerdings recht eng und sehr spartanisch – genau richtig für eine kurze Zwischenübernachtung und das echte Backpacker-Gefühl.
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Am nächsten Mittag war es endlich so weit: Unser Flug brachte uns Richtung Málaga. Mit leichter Verspätung landeten wir gegen 17:30 Uhr in Spanien. Schon beim Aussteigen fiel sofort auf, dass es hier deutlich länger hell war – ein erster kleiner Urlaubsmoment. Bei angenehmen Temperaturen um die 15 Grad fühlte sich alles sofort viel milder und freundlicher an als zuhause.
Vom Flughafen ging es weiter zu unserem Hotel Romerito, das uns mit seinem Charme und seiner ruhigen Lage empfing. Nach dem Abendessen ließen wir den Tag bei einem entspannten Spaziergang ausklingen.
In der angenehmen Abendkühle entdeckten wir unsere ersten Orangenbäume – ein kleines, aber typisches Detail, das uns endgültig in Andalusien ankommen ließ.
Ein perfekter Start in unsere Reise.
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Der Morgen in Málaga beginnt mit einem leckeren Frühstück und strahlendem Sonnenschein. Gut gestärkt machen wir uns auf den Weg zum Treffpunkt am Rathaus, wo wir gemeinsam mit unserer Reisegruppe zum weltberühmten Caminito del Rey aufbrechen.
Schon die Fahrt durch die Stadt zeigt uns, dass Málaga alles andere als ein Dorf ist – Parkplätze sind rar und oft nur in Parkhäusern zu finden. Einen Teil der Strecke legen wir deshalb mit dem Auto zurück und stoßen im schönen andalusischen Dorf Ardales zur Gruppe.
Der Caminito del Rey begeistert von Anfang bis Ende: Spektakuläre Wege führen zwischen steilen Schluchten, tiefen Canyons und durch ein weites Tal. Die beeindruckende Naturlandschaft macht diese Wanderung zu einem echten Highlight der Reise.
Auf der Rückfahrt schmieden wir bereits Pläne für den nächsten Tag, buchen unsere Unterkunft in Ronda und machen uns später auf den Weg dorthin – voller Vorfreude auf das nächste Abenteuer in Andalusien.
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Ronda begrüßt uns am Morgen zunächst mit ein paar Regentropfen. Doch diese sind schnell vergessen, als wir durch die engen Gassen der Altstadt zur berühmten Puente Nuevo schlendern. Die imposante Steinbrücke überspannt in rund 120 Metern Höhe die tiefe Schlucht El Tajo, in die sich der Fluss Guadalevín über Jahrtausende gegraben hat, und verbindet Alt- und Neustadt miteinander. Der Anblick ist schlicht überwältigend.
Anschließend setzen wir unsere Reise fort und machen uns auf den Weg nach Algeciras. Unterwegs legen wir noch einen Abstecher nach Marbella sowie in das charmante Fischerdorf Estepona ein. Bei angenehmen 18 Grad genießen wir dort ein spätes, aber umso entspannteres Mittagessen.
In Algeciras lassen wir den Tag ruhig ausklingen – mit einem Blick auf die Straße von Gibraltar und der besonderen Stimmung zwischen Europa und Afrika. Ein abwechslungsreicher Tag voller Eindrücke geht zu Ende.
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Das Frühstück wird von Musik aus dem Film Casablanca begleitet, während die Sonne langsam aufgeht. Vor uns eröffnet sich ein herrlicher Blick auf Gibraltar und bis hinüber nach Marokko – genau die richtige Stimmung für unseren heutigen Tagesausflug nach Tanger.
In Tarifa nehmen wir die Fähre über die Straße von Gibraltar und erreichen kurze Zeit später die lebendige nordafrikanische Küstenstadt Tanger. Dort treffen wir auf Guide Mohammed, der uns anbietet, uns seine Heimatstadt zu zeigen. Eine Entscheidung, die sich als absoluter Glücksgriff erweist.
Dank seiner Führung bekommen wir einen authentischen Einblick in Tanger und seine Umgebung. Die Eindrücke reichen von den Sehenswürdigkeiten der Stadt bis hin zu einem Kamelritt am Atlantik. Abgerundet wird dieser besondere Tag durch ein traditionelles marokkanisches Essen, das uns die Kultur des Landes auch kulinarisch näherbringt.
Auf der Rückfahrt überlegen wir uns bereits die nächste Übernachtungsmöglichkeit und entscheiden uns für Barbate. Gegen 20:00 Uhr kommen wir dort an – erfüllt von einem unvergesslichen Tag zwischen zwei Kontinenten.
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Nach einem gemütlichen Frühstück in unserer Ferienwohnung machen wir noch einen Spaziergang durch Barbate. Natürlich führt uns der Weg auch zum Fischereihafen, wo am frühen Morgen reger Betrieb herrscht. Ein schöner Einblick in das alltägliche Leben der Küstenstadt.
Zurück am Auto überrascht uns ein Anruf aus Australien: Unser Freund Peter kündigt an, im April nach Greetsiel zu kommen. Eine wunderbare Nachricht, die uns sofort ein Lächeln ins Gesicht zaubert.
Entlang der Küste fahren wir weiter nach Cádiz und treffen dort zufällig Uwe und seine Frau aus Greetsiel, die gerade ihren vierwöchigen Urlaub genießen. Nachdem wir unser Gepäck in unsere historische Ferienwohnung Villa de Andas in der Altstadt gebracht haben, beginnt ein äußerst geselliger Abend.
Gemeinsam mit Uwe, seiner Frau sowie Heike und Michael aus Cádiz besuchen wir mehrere lokale Bars und Restaurants, probieren regionale Spezialitäten und genießen die lebhafte Atmosphäre der Stadt. Die Zeit vergeht wie im Flug – ohne dass wir es merken, ist es weit nach Mitternacht. Müde, aber voller Eindrücke dieser wunderschönen Stadt, fallen wir schließlich ins Bett
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Der Morgen beginnt nach dem langen, ereignisreichen Abend in Cádiz etwas holprig. Trotzdem machen wir uns motiviert auf den Weg zum bekannten Fischmarkt der Stadt. In der warmen Vormittagssonne frühstücken wir gemütlich in der historischen Altstadt, bevor uns Uwe erneut begleitet und uns den traditionellen Markt zeigt. Zwischen den Ständen herrscht lebhaftes Treiben: Einheimische verhandeln angeregt mit den Fischverkäufern, frische Ware wird lautstark angepriesen. Für Fisch ist es uns allerdings noch etwas zu früh – aber eine Tüte voller süßer spanischer Kirschen nehmen wir dann doch mit.
Am Nachmittag brechen wir nach Sevilla auf und erreichen die Stadt gegen späten Nachmittag. Wie so oft in Spaniens großen Städten sind Parkplätze in der Innenstadt Mangelware, daher stellen wir das Auto im Parkhaus ab und laufen zu unserer zentral gelegenen Wohnung – mit fantastischem Blick über die Dächer der Altstadt von Sevilla. Kurz ausruhen, dann geht es wieder los: Am Abend erkunden wir zu Fuß die Stadt und bekommen unseren ersten Eindruck von Sevilla – eindrucksvoll, lebendig und voller Geschichte. Ein schöner Auftakt für den morgigen Tag in Sevilla.
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Sevilla an einem Tag zu Fuß zu erkunden ist schier unmöglich. Deshalb hatten wir uns schon am Abend zuvor einen Fahrradverleih angeschaut – und heute früh holen wir unsere E‑Bikes ab. Ein guter Entschluss, denn Sevilla strotzt nur so vor Sehenswürdigkeiten und Highlights.
Unser erster Stopp ist die berühmte Puente de Isabel II, die Triana mit der Altstadt verbindet. Bei strahlendem Sonnenschein fahren wir am Guadalquivir entlang und genießen die Aussicht auf die Altstadt. Danach führt uns unsere Route zur historischen Stierkampfarena und weiter in den wunderschönen Maria‑Luisa‑Park.
Natürlich dürfen auch die großen Wahrzeichen nicht fehlen: Die imposante Kathedrale von Sevilla und der prachtvolle Königspalast Real Alcázar liegen auf unserem Weg. Die Fülle an Eindrücken, Farben und Geräuschen ist überwältigend – Sevilla zeigt sich an diesem Tag von seiner allerschönsten Seite.
Am Nachmittag machen wir uns schließlich auf den Weg nach Málaga. Doch genau auf halber Strecke passiert es: eine Autopanne. Der Abschleppdienst nimmt uns samt Auto auf der Ladefläche mit und bringt uns zum nächsten Ort – ausgerechnet zu einem Burger King. Dort wartet bereits ein Taxi, das uns zurück nach Sevilla bringt.
Erleichtert und froh, dass sich alles geregelt hat, übernachten wir wieder im Hotel Romerito und genießen einen ruhigen, schönen Abend in Málaga.
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Der letzte Urlaubstag beginnt früh: Um 8:30 Uhr fahren wir mit dem Taxi zum Flughafen. Dort bleibt uns noch etwas Zeit, bevor unser Flug geht, und wir genießen ein entspanntes Frühstück bei Starbucks. Anschließend machen wir uns gemütlich auf den Weg zum Boarding.
Der Rückflug startet pünktlich, und kurz vor dem Abheben prüfen wir noch die Bahnverbindungen von Amsterdam nach Emden. Direkt nach der Landung buchen wir unsere Verbindung – nur um kurz darauf festzustellen, dass der Zug um 14:00 Uhr ausfällt. Also heißt es improvisieren!
Wir nehmen den nächsten Zug zum Amsterdamer Hauptbahnhof und hangeln uns dann mit gefühlt sieben Umstiegen durch die Niederlande bis nach Emden.
Trotz der kleinen Odyssee war die Zugfahrt überraschend interessant: Wir haben viele Bahnhöfe gesehen, ein Stück Holland aus einer anderen Perspektive kennengelernt und konnten die Heimreise mit einer Prise Abenteuer würzen.
Gegen 20:30 Uhr kommen wir schließlich in Emden an. Müde, aber zufrieden blicken wir auf einen erneut abwechslungsreichen, schönen und erlebnisreichen Urlaub zurück.
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